Telekonverter/Extender

Vorab: Ein Externder verlängert nicht nur die Brennweite um x, sondern veringert auch gleichzeitig die Blendenöffnung. Folglich werden auch die Belichtungszeiten oder die ISO höher.

Aber, was bringt er wirklich?

Telekonverter können eine sinnvolle und auch qualitativ hochwertige Ergänzung zur bestehenden Ausrüstung sein, wenn man einige grundsätzliche Dinge beachtet:

  • wichtig ist nicht die Frage: Welcher Telekonverter und welche Kamera, sondern welcher Telekonverter und welches Objektiv!
  • nicht jeder Telekonverter passt optisch zu jedem Objektiv! Je nach Objektiv oder Konverter können die Ergebnisse hervorragend, oder auch erbärmlich sein.
  • die Gesamtabbildungsleistung der Kombination aus Telekonverter und Objektiv verschlechtert sich, ausgehend von der Abbildungsleistung des Objektivs.
  • je grösser der Konverterfaktor, desto stärker ist die Abnahme der Abbildungsleistung und der Lichtverlust
  • die meisten Telekonverter sind für Tele-Objektive gerechnet, einige wenige auch für Normal-Objektive
  • Telekonverter mit Weitwinkel-Objektiven zu verwenden ist (auch qualitativ) Unsinn!
  • Telekonverter sind sinnvoll für Festbrennweiten oder lichtstarke, qualitativ hochwertige (also teure) Zoom-Objektive im Telebereich oder Makroobjektive.
  • Zoomobjektive wie ein 2.8/70-200 mm (oder 2.8/80-200…) ergeben meist gute bis sehr gute Ergebnisse mit 1,4x Konvertern, aber oft nur mittelmässige Ergebnisse mit 2x Konvertern.
  • ein 50 mm Objektiv kann mit einem 2x Telekonverter ein erstaunlich gutes 100 mm „Macro“ Objektiv ergeben! Ein 1.8/50 mm ist dafür meist besser geeignet als ein hochlichtstarkes 1.4/50 mm…
  • ein „billiges“ optisch eher mittelmässiges und lichtschwaches Standard-Zoom-Objektiv (zb ein 18~55 mm oder 28~105 mm), oder gar ein „Superzoom“ (18~200 mm, 28~200 mm, 28~300 mm) mit seinem grossem Brennweitenbereich, ist ein denkbar schlechtes Grundobjektiv!
  • die teuren Orginalkonverter, z.B. von Canon oder Nikon, sind nicht ohne Grund um ein mehrfaches teurer als die der Zubehörhersteller (Kenko, Sigma, Tamron, ect). Sie wurden für die lichtstarken Orginalobjektive ab 200 mm (wie 2.8/200mm, 2.8/300mm, 2.8/400mm, 4/500mm, 4/600mm) konstruiert und liefern an diesen eine z.T deutlich bessere Abbildungsleistung als die Konverter der Zubehörhersteller.

Abblenden ist Pflicht. Nicht nur das das Grundobjektiv durch Abblenden in der Abbildungsleistung steigt, auch die durch den Telekonverter zusätzlich dazugekommenen optischen „Fehlleistungen“ werden verringert.
Mindestens eine, besser zwei, Blendenstufen sollte das Grundobjektiv geschlossen werden wenn man auf gute Abbildungsleistung Wert legt.


 

Den Kenko TELEPLUS 2.0x PRO 300 DGX MC AF möchte ich hier vorstellen.

Zu erst ein paar Daten:

  • Für Objektive ab 50mm Brennweite
  • AF & MF geeignet
  • Vergrößerung: 2x (z.B. 150mm auf 300mm)
  • 7 Linsen in 4 Gruppen – multicoated (mehrfachvergütet)
  • Aufnahmedaten werden in EXIF-Daten gespeichert
  • Qualität aus Japan
  • Gewicht: 184g
  • Länge: 6cm

Bei Zoomobjektiven mit variablen Blendenwerten (z.B. 3,5 – 5,6) kann der Autofokus unter Umständen nicht funktionieren. In dem Fall kann die Kamera im MF Modus genutzt werden.