Naturpark Niedersächsisches Wattenmeer

Zugtaufe des gleichnamigen IC 2

Die Kooperation Fahrtziel Natur, bestehend aus Deutscher Bundesbahn, den Umweltverbänden BUND, NABU und VCD haben es sich zum Ziel gesetzt, möglichst umweltverträglich den Naturpark Niedersächsisches Wattenmeer für Besucher zugänglich zu machen.

Mit im Boot sind auch die Ranger des Weltnaturerbes Wattenmeer  und die Gemeinden im Gebiet. Dazu gehören auch die Fährhäfen mit ihren Reedereien und deren Schiffen und natürlich die Inselverwaltungen.

Ökologisches Reisen. Geht das?

Vorab, nicht wirklich.
Auf Einladung des Fahrtziel Natur konnten wir an der Zugtaufe eines IC 2 mit dem Namen Naturpark Niedersächsisches Wattenmeer teilnehmen. Und mussten gleich bei der Anreise von Hameln zum Ausgangsbahnhof Hannover feststellen, dass die Anbindung suboptimal war. Also per Auto zum Bahnhof Hannover. Der Grund lag schlicht und ergreifend an der Rückfahrt. Wäre der Sonderzug auch nur 10 Minuten später zurückgekehrt, hätten wir 2 Stunden auf den Anschluss nach Hameln warten müssen.

Im Zug hat man sich wirklich Mühe gegeben. Freundliche Mitarbeiter der DB versorgten einen mit Informationen und Kaffee nebst zweitem Frühstück.

Ein Programm, ausgearbeitet von den beteiligten Partnern, sorgten für Kurzweil. Keine einfache Bespassung, sondern echte und interessante Einsichten in das Thema.
Ein Naturpark-Ranger, also der Junge der nach dem Rechten im Park sieht und manchmal auch „dudu… “ machen muss, erklärte seine Intension und Aufgaben, Naturpark-Scouts (das sind die… die Touris führen) begeisterten mit Fachwissen über das Wattenmeer.

Was mir und meiner Begleitung am besten gefiel, waren die Junior-Scouts. Kinder, welche Gleichaltrigen -meist Stadtkindern- die Vielfalt der Region vermitteln. Etwas schüchtern, wer hält schon mit 8 Jahren einen Vortrag über Zugvögel im Watt(?), haben sie selbst und gerade uns Erwachsene verblüfft.

Die Zugtaufe

Wie es sich für eine solche Veranstaltung gehört, wurden Reden geschwungen. Aber typisch Norddeutsch: Kurz und knapp.

Nachdem der Oberste, das war nun mal der Umweltminister des Landes NDS Olaf Lies, seine kurze Ansprache gehalten hat und die anderen Honoratioren ebso kurz kurz angebunden waren, brachte der Bürgermeister von Norddeich mit seiner Rede den short-cut schlecht hin. Seine Worte: „Alles gesagt… haut rein“.

Wattfahrt zu den Seehundbänken

Anschliessend nach der Zugtaufe hatten wir noch das Vergnügen, eine Schiffsfahrt zu den Sandbänken  zu machen.
Wieder gut organisiert, mit Freßpaket aus heimischer Region ausgestattet, ging es auf See. Wieder ganz entspannt mit vielen Infos über das Wattenmeer und einem Kapitän, der das Schiff behutsam an den Bänken vorbeischipperte und noch einen Schlenker in Richtung Norderney machte.

Auto oder Bahn?

Liebe Ökos, wenn die Anbindungen besser wären, wenn Gepäck auch von Haus zu Haus funktionieren würde. Gerne.
Wenn ich jedoch davon ausgehe, dass ich mit Kind und Kegel zusammen gut 6 Gepäckstücke habe und als persönliche Ausstattung 2 Taschen , Rucksäcke oder nen Kinderwagen mithabe, wird es mehr als kritisch.

Wenn mich das Gepäck hin und zurück schon gut 150 Euro kostet und ich für den Rest im Zug kaum Platz habe, dann fahre ich mit dem Auto. Wer stellt schon seinen Fotorucksack mit gut mittlerem 4-stelligem Wert an der Gepäckablage in der Nähe der Tür ab, wenn er 10 Reihen weiter sitzt?

Als Tagesgast war es genial. Wir haben halt am Anleger Autos, berechtigterweise, gesehen, die vollgepackt waren mit dem Nötigsten für Familien mit Kindern.

Fazit:

DB und alle Beteiligten habe sich sich für diese Werbeveranstaltung viel Mühe gegeben. Danke an Julia van Riswyck und die Menschen drumherum.