Sternenfotografie im Hochmoor Mecklenbruch

Himmelskörper fazinieren

Wer kennt es nicht, Nachts unter freiem Himmel die Sterne zu geniessen. In bewohnten Gegenden sieht man schon eine Menge von Ihnen. In abgeschiedenen Gegenden ist das Erlebnis um einiges intensiver. Ohne das Fremdlicht sieht man einfach mehr. Warum dann mal nicht das Ganze auf Foto bannen? Für mich eine völlig neue Art der Fotografie.

Die Idee

In einer Facebook-Fotogruppe kam die Frage auf, wer hat Lust mal Sterne zu fotografieren? Michael Goduscheit wollte uns in die Sternenfotografie einführen. Schnell waren auch einige InteressentenInnen gefunden und genau so schnell zeigte sich das Problem. Das Wetter.
Der erste Termin wurde gecancelt, da Wolken am Himmel. Der zweite um einen Tag verschoben. Wieder waren die Wolken schuld. Dann ging es jedoch los, in der nähe von Siberborn im Solling. Genauer gesagt im Hochmoor Mecklenbruch.

Wie fotografiert man Sterne?

Ganz einfach…  Man nehme sich seine Kamera und ein möglich weitwinkeliges Objektiv. Packe das Ganze auf ein Stativ und belichtet etwas länger. Ach ja, die Umgebung sollte passen.
Natürlich gibt es auch ein paar Regeln, die man beachten sollte. Aber im Grunde genommen, wer probiert lernt. Ich habe an Hand der „Regeln“ auch verschiedene Belichtungszeiten, Blenden und ISO-Einstellungen genommen und es versucht.
Hier einmal 4 Beispiele von meiner ersten Sternenfotografie:

Denke mal, ist halbwegs gelungen. 😉

Grundsätzliche Einstellungen Sternenfotografie

  • Belichtungszeit: Faustregel bei Vollformat 500 durch Brennweite, Crop 300 durch Brennweite. Wenn ihr also ein 18mm Objektiv drauf habt, wäre es 500 : 18 = ca. max 27 Sekunden, bei Crop 300 : 18 = ca. max 18 Sekunden. Ansonsten gibt es Streifen bei den Sterne durch die Erdrotation.
  • Blende: So klein wie möglich, so groß wie nötig. Also eher ne 2er Blende als eine 4,5er.
  • ISO: was eure Kamera gut verkraftet. Lieber eher eine 3200 ISO als eine 1600.

Spielt mit diesen 3 Einstellungen herum! Schaut euch die Bilder am Computer an und entscheidet selber für das nächste shooting. Und falls ihr noch nicht in RAW fotografiert, beschäftigt euch damit. In der Nachbearbeitung lassen sich dort eine Menge aus deinem Bild herausholen.