Wätjens Park in Bremen-Nord

Ein Kleinod der Bau- und Gartenkunst in Blumenthal

Der Kaufmann und Reeder Diedrich Heinrich Wätjen kaufte 1830 das erste Grundstück um für sich und seine Familie einen Park und Wohnhaus zu errichten. Am Anfang noch recht bescheiden, zog es sein Sohn Christian Heinrich Wätjen vor, etwas pompöser in Erscheinung zu treten.  1858 ließ er einen schlossartigen Sommersitz im neugotischen Tudorstil erbauen.

Gedächtnismonument Wätjens Park

Hatte der Park Ende des 19. Jahrunderts seine größte Ausdehnung von ca. 50 Hektar, so war während und nach dem 1. Weltkrieg das Anwesen mehr und mehr dem Untergang geweiht. Beschlagnahme der Flotte, Verlust von Auslandsniederlassungen und Erbstreitigkeiten liessen das Imperium Wätjens auseinanderfallen.
1916 wurde die Parkanlage zwischen dem Bremer Vulkan und der Bremer Wollkämmerei als mögliche Erweiterungsfläche für die jeweiligen Betriebe aufgeteilt.

Der Park wurde für die Öffentlichkeit abgeriegelt, nach dem 2. Weltkrieg wurden einige Gebäude noch als Flüchtlingslager für die Menschen aus den Ostgebieten genutzt. Bis in die 1980er Jahre war Wätjens Park in einem Dornröschenschlaf. Einige Gebäude wurden noch abgerissen, um den Expansionsplänen der beiden Firmen Rechnung zu tragen.

 

Mit dem Konkurs vom Bremer Vulkan und der Wollkämmerei kam, auch durch das Umdenken für Ökologie, wieder Leben in das Gelände. Das Land Bremen kaufte die Fläche und errichtete, mit massiver Unterstützung des Vereins Wätjens Park, ein Naherholungsgebiet ein.